Ejakulations-Kontrolle!

Immer wieder zu früh geschossen? Dann sollte man sich doch mal überlegen, ob man sich damit zufrieden gibt oder aber mehr will...
Wer zu früh kommt - Ejakulationskontrolle
Vor Urzeiten erfanden die Höhlenmenschen den Quickie. Sie wollten sichergehen, nicht von einem Säbelzahntiger übel zugerichtet zu werden, während sie wehrlos mit dem Hintern in die Höhe gestreckt auf ihren Weibchen rammelten. Der schnelle Schuss reichte für die Arterhaltung völlig aus - längerer Sex hätte keinen zusätzlichen genetischen Nutzen gehabt. Da es heute jedoch fest verschließbare Türen gibt und beim Sex in den wenigsten Fällen Nachwuchs produziert werden soll, richtet sich die Potenz des Mannes nicht mehr danach, wie oft er kann, sondern wie lange. Wissenschaftliche Studien sagen, dass ein Drittel der Männer im Schnitt nach zwei Minuten Penetration kommt. Nun kann sich jeder überlegen, ob er sich mit dem Mittelmaß des sexuellen Pantoffelhelden zufrieden geben oder ob er zur Stecher-Elite gehören will. Der Weg dorthin ist zwar steinig, aber für jeden zu bewältigen, denn von allen sexuellen Beschwerden ist frühzeitige Ejakulation am leichtesten zu kurieren.
Reine Kopfarbeit
Ejakulationskontrolle beginnt im Kopf und wenn ein Mann Willensstärke beweisen will, dann kann er es nirgendwo besser als beim Sex. Sehr beliebt, aber doch eher fragwürdig sind Techniken wie das Multiplizieren vierstelliger Zahlen im Kopf oder die Vorstellung der Schwiegermutter in Strapsen. Das mag vereinzelt zwar helfen, doch was bringt die Quälerei schon, wenn man dabei nichts mehr spürt oder keinen rechten Spaß mehr hat.

Erfolgversprechender ist, wenn man die Dinge erst mal selbst in die Hand nimmt. Nun, einige Männer werden einwenden, vom Masturbieren bekomme man krumme Finger, die Haare fielen aus oder man verblöde. Doch der Zweck heiligt die Mittel, und bevor Rocky in den Ring steigt, boxt er auch erst mal mit sich selbst. Alle Welt tut es und selbst Delfine sollen dabei beobachtet worden sein. Wenn man den Wissenschaftlern glauben will, dann werden täglich auf der Welt mehr Schwielen beim Onanieren produziert als beim Dreck schaufeln - also was soll's. Man macht es sich so eng, wie es einem gerade passt und die Geschwindigkeit kann man auch noch bestimmen.

Unvermeidlichkeitspunkt oder Point of No Return nennt die Wissenschaft den Zeitpunkt, ab dem ein Mann nicht mehr anders kann als zu ejakulieren. Diesen Zeitpunkt gilt es zu kontrollieren. Dabei hilft die "Stop and Go" Technik. Mit trockenen Händen masturbiert man sich immer wieder dicht an diesen Punkt heran, um dann kurz zu pausieren und die Erregung erneut aufzubauen. Erst nach etwa 15 Minuten lässt man dem Samenerguss freien Lauf. Es werden dabei die Muskeln aktiviert, die auch für unsere Stubenreinheit sorgen. Diese Schließmuskeln lassen sich übrigens hervorragend auch beim Busfahren, im Kino oder bei der Arbeit trainieren. Anspannen, Spannung etwa 30 Sekunden halten, dabei ruhig weiteratmen und dann wieder entspannen.
Flexibel beim Poppen
Ein altes Sprichwort sagt "Gelegenheit macht Liebe" und nicht immer eignen sich Ort und Zeit für ausdauernden Liebesgenuss. Der besondere Reiz eines Quickies ist ja gerade, den plötzlich aufwallenden Trieben freien Lauf zu lassen, ohne lange zu diskutieren oder ein ausgedehntes Vorspiel zu zelebrieren. Sex ist aber mehr als nur ein Quickie, und ein abgebrühter Stecher verschießt sein Pulver erst, wenn die Partnerin die Zielflagge gesehen hat. Alles andere wäre, als hole man sich seine Belohnung, bevor man sie sich verdient hat.

Die nächste Stufe der „Stop and Go“ Technik ist das Masturbieren mit Gleitmittel. Cremes, Öle oder Speichel eignen sich dafür. Diese Übung erfordert mehr Disziplin, da ein eingeölter Penis empfindlicher reagiert als ein trockener. Die Übungen können schon mal mehrere Wochen dauern, doch danach ist der Handwerksmeister fit, sein Können am lebenden Objekt zu demonstrieren. Das, was mit der Hand funktioniert, geht auch in der Vagina und so empfiehlt es sich, die erlernte Technik zu Beginn mit der Partnerin fortzusetzen. Dabei helfen ihr heiße Leck- und Fingerspiele über die Pausen hinweg. Ihre Erregung bleibt erhalten und man setzt später dort an, wo man zuvor unterbrochen hat.

Viele Männer, die keine Probleme mit frühzeitigem Samenerguss haben, nutzen unbewusst Techniken, die die Ejakulation verzögern. Dazu gehört das Wechseln des Penetrations-Rhythmus, der Geschwindigkeit oder des Drucks. Häufig bringt ein Stellungswechsel den erwünschten Effekt. Je fester die Vagina den Penis beim Sex umschließt oder je tiefer die Penetration ist, umso intensiver wird die Stimulation erlebt und umso schwieriger ist es, die Ejakulation aufzuhalten. Beim so genannten Tantra-Sitz dringt der Penis nicht so weit in die Vagina ein und es wird wenig Druck auf den Penis ausgeübt, weswegen sich diese Stellung ausgezeichnet eignet, die Ejakulation zu verzögern.
Wenn's mal wieder länger dauert
Ein Stellungswechsel verschafft dem Mann häufig schon die Pause, um die Ejakulation auszubremsen. Bei allem Training sollte man jedoch eins immer bedenken: Die wenigsten Frauen kommen allein durch Penis-Penetration zum Orgasmus - da nutzt auch stundenlanges Stoßen nichts. Meist ist es die zusätzliche Stimulation der Klitoris, der Brustwarzen, des Anus oder anderer erogener Zonen, die ihr den Höhepunkt beschert. Viele Frauen kommen schon beim Oralverkehr. Wenn es also mal wieder länger dauert, dann sollte man sich nicht allein auf den Schwanz verlassen.

Im Pornofilm ist der Samenerguss das Happy End der gezeigten Nummer und wie das Sprichwort schon sagt: "Wer zu früh kommt, den bestraft die missmutige Partnerin." Beim Sex gilt, wie in anderen Lebenslagen auch, "Ladies first". Ob nun mit Schwanz, Zunge oder den Fingern ist eigentlich nebensächlich. Am Ende sollte der Sex beiden ein Happy End bescheren und solange SIE auf ihre Kosten gekommen ist, hat ER im Bett auch nicht versagt. Herr über den Zeitpunkt seiner Ejakulation zu sein, steigert das Selbstvertrauen und macht immer wieder Lust auf mehr.

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